Erklärung des Vorstands der Internationalen Isang Yun Gesellschaft e. V. zur Oh Kil-nam Affäre

Seit einiger Zeit ist Isang Yun in koreanischsprachigen Medien – und sogar auf Transparenten bei Straßen-demonstrationen – heftigen Vorwürfen ausgesetzt, zu denen die Internationale Isang Yun Gesellschaft e. V. Stellung nehmen muss. Hintergrund ist die sogenannte Oh-Affäre: Der aus dem Süden Koreas stammende Wirtschaftswissenschaftler Kil-nam Oh war im Jahr 1985 freiwillig mit seiner Familie von Deutschland nach Nordkorea übersiedelt, um dort eine neue Existenz zu beginnen. Enttäuscht von der Indoktrination, die er dort erfuhr, setzte er sich bereits 1986 über Kopenhagen in den Westen ab. Herr Oh macht auf das Schicksal seiner in Nordkorea verbliebenen Familie aufmerksam, ohne bisher eine Zusammenführung erreichen zu können. Seit seiner Rückkehr nach Seoul im Mai 1992 behauptet er, von Isang Yun zu der Übersiedlung in den Norden überredet worden zu sein – eine wahrheitswidrige Anschuldigung, hinter der vermutlich politische Kreise stehen, die Isang Yun als Agenten Nordkoreas diffamieren wollen.

 

Die Internationale Isang Yun Gesellschaft e. V. weist darauf hin, dass Isang Yun schon im Mai 1992 diesen Vorwurf glaubhaft zurückgewiesen hat. Demzufolge hat er Herrn Oh erst nach dessen Rückkehr aus Nordkorea persönlich kennengelernt und ihm in den folgenden Jahren zu helfen versucht. Isang Yun hat sich stets für die Verständigung zwischen allen Menschen in seiner Heimat eingesetzt; sein Name darf nicht für innenpolitische Kampagnen missbraucht werden. Wir lenken daher die Aufmerksamkeit auf Yuns originale Stellungnahme von 1992 und eine deutsche Zusammenfassung dieses Textes.

 

12. Dezember 2011                                       

Internationale Isang Yun Gesellschaft e. V.
Der Vorstand

Isang Yun: "Die Oh Kil-nam Affäre und ich" (autographe Version, koreanisch) 
Isang Yun: "Die Oh Kil-nam Affäre und ich" (Inhaltsangabe, deutsch)